Vom 5.1. bis 19.1.2026 haben wir ein Reisepaket von Berge & Meer (buchbar über Aldi-Reisen) in Anspruch genommen und sind ins Schönwetter-Paradies Ägypten gereist. Los ging es zunächst in der Millionen-Hauptstadt Kairo, dann gab es einen Inlandsflug nach Luxor und von dort auf dem Nil bis nach Assuan weiter. Schließlich tuckerte unser Schiff wieder zurück nach Luxor und ein Bus brachte uns ans Rote Meer, von wo wir nach ein paar Tagen Badeurlaub wieder nach Hause flogen.
In Kairo besuchten wir zunächst das (alte) Ägyptische Museum und die Zitadelle von Saladin. Schon am ersten Tag war auffällig, wie überfüllt und wuselig diese riesige Stadt ist. Auf den Straßen fahren alle Verkehrsteilnehmer kreuz und quer und hupen unaufhörlich. Und in den Wohngebieten sind die Armen strikt von den Reichen getrennt und wenn man denkt, schlimmer kann es nicht mehr werden, fährt man am (ebenfalls riesigen) Friedhof vorbei, wo die Ärmsten der Armen „wohnen“.

Geocaches gibt es in Ägypten eher selten und nur an wenigen Hotspots. Am Gängigsten sind Earthcaches, da diese vermutlich nicht so leicht wegkommen und man keine verdächtigen Boxen suchen muss. Die Angst vor weiteren Anschlägen und einem Rückgang der wichtigsten Einnahmequelle „Tourismus“ ist in Ägypten weiterhin sehr groß. Sogar im Reisebus begleitete uns die Polizei in Kairo und passte während unserer Ausstiege auf, dass alle wieder heil in den Bus einsteigen.

Am zweiten Tag in Kairo fuhren wir zunächst nach Gizeh zu den berühmten Pyramiden und der Sphinx und anschließend in das (neue) Grand Egyptian Museum, das erst vor kurzen eingeweiht wurde.

Die Pyramiden sind unfassbar groß (Fläche wie Höhe). Unvorstellbar, wie diese vor rund 4000 Jahren mit den damaligen Mitteln gebaut werden konnten. Interessant war zudem, dass sie eigentlich „verkleidet“ waren, also noch eine glatte Oberschicht erhalten haben, wie man es noch ein wenig an einer Spitze erkennen konnte. Leider wurde in der Vergangenheit viel Raubbau betrieben und nicht nur die Grabbeigaben geraubt, sondern oftmals auch die Bauteile für neue Bauwerke recycelt. Bei den berühmten Pyramiden von Gizeh waren die verwendeten Quader allerdings selbst für die Räuber zum Abtransport zu groß und aufwändig gewesen.

Das Grand Egyptian Museum beeindruckt insbesondere durch die imposante Architektur. Die Ausstellungen ergänzen das alte Museum, da bislang die meisten historischen Stücke in Kisten und Kellern vor sich hinschlummerten. Nun kann man z.B. im alten Museum noch eindrucksvolle Mumien besichtigen, während im neuen Museum ein besonderer Fokus auf Tutenchamun und seine Grabbeigaben liegt.

Am dritten Tag flogen wir nach Luxor, wo wir nach Abholung vom Flughafen zunächst den berühmten Tempel von Karnak besichtigten. Hier wurde u.a. ein Teil des James Bond Thrillers „Der Spion, der mich liebte“ gedreht. Der Karnak-Tempel beeindruckt aufgrund seiner Größe und Fülle an mächtigen Säulen. Außerdem wurde hier eine Liste von Pharaonen gefunden, die im Tal der Könige auf der anderen Seite des Nils (links = Totenseite) begraben sind. Interessanterweise enthält die Liste noch drei Namen, deren Gräber bis heute nicht gefunden werden konnten.

Das Tal der Könige war am nächsten Tag unser erstes Ziel. Mit der Eintrittskarte konnten wir in mehrere (natürlich leergeräumte) Grabstätten hinein gehen, in denen an den Wänden in vielen Hieroglyphen die Lebens- und Totengeschichten der Pharaonen aufgeschrieben waren.

Tutenchamun wurde auch im Tal der Könige begraben. Als König war er eigentlich eher unbedeutend, aber sein Grab blieb lange unentdeckt, da es unter einem anderen Grab angelegt wurde, und wurde daher ungeplündert vorgefunden.

Vom Tal der Könige ist es nicht weit zur Tempelanlage der Königin Hatschepsut. Grundsätzlich musste sich seinerzeit jeder Pharao selbst um sein Grab kümmern und dies rechtzeitig bauen lassen. So gab es eine Zeit, in der die Pyramiden das Maß aller Dinge waren (2620 bis 2500 v. Chr.). Hatschepsut regierte etwa von 1479 bis 1458 v. Chr. und ließ sich einen großen Totentempel direkt in die Felsen bauen. Der Bau dauerte ca. 15 Jahre und war sehr aufwändig, so dass sich nachfolgende Herrscher wohl lieber im Tal der Könige begraben ließen (ca. 1550 bis 1069 v. Chr).

Auf dem Weg zum Schiff hielten wir auch noch bei den Kolossen von Memnon, bevor es zurück auf das Schiff ging, das noch am selben Abend gen Süden ablegte.

Insgesamt war der vierte Tag sicherlich einer der eindrucksvollsten, obwohl Pyramiden, der Karnak-Tempel und die Westseite des Nils in Luxor mit dem Tal der Könige und dem Hatschepsut-Tempel auch nicht unbedingt leicht vergleichbar waren.






















































































