Einmal rund durch den Balkan

Nach Ägypten im Januar (mit Berge & Meer: sehr empfehlenswert!) und Nordzypern im März (mit RSD Reisen: dringend abzuraten!) unternahmen wir im Mai unsere dritte Busrundreise in diesem Jahr. Diesmal ging es mit clevertours (gebucht über Penny) in den Balkan. Nach der Landung in Bulgarien ging es am nächsten Tag direkt nach Griechenland, dann nach Nordmazedonien, Albanien, Montenegro und schließlich über den Kosovo und Nordmazedonien wieder zurück nach Bulgarien.

Direkt nach der Landung in Sofia schauten wir uns bei einem gemütlichen Stadtrundgang die schöne Innenstadt an. Dabei fokussierte ich insbesondere auf Earthcaches, von denen es hier jede Menge zu diversen geologischen Themen gibt. Übernachtet wurde etwas außerhalb der Stadt, wo ich auch ein Event veranstaltete (zudem immerhin ein bulgarischer Geocacher kam).

Am zweiten Tag fuhren wir über die südliche Grenze nach Thessaloniki (Griechenland), wo wieder eine kleine Stadtbesichtigung anstand. In Thessaloniki war ich bereits einige Jahre zuvor, so dass ich das Geocachen hier recht entspannt angehen konnte. Es blieb sogar etwas Zeit für einen kleinen Kaffee mit eingelegten Feigen.

Am dritten Tag ging es bereits über die nächste und übernächste Grenze. Zunächst verbrachten wir ein paar Stunden in Ohrid (Nordmazedonien) am Ohridsee. Auch hier lud ich zu einem Event ein und hatte ein paar Geocaches im Programm.

Am Nachmittag fuhren wir dann auf die südliche Seite des Sees, die in Albanien liegt. Dort kam zum Event leider niemand, in Albanien gibt es wohl nicht so viele einheimische Geocacher. Dafür wurde den Reisenden zum Abendessen ein Tanzprogramm serviert, das von übermäßig lauter Musik begleitet wurde. Wir flüchteten daher, nachdem wir satt waren, und liefen noch ein wenig die Küste entlang.

Am vierten Tag blieben wir in Albanien. Höhepunkt war die Stadtbesichtigung von Berat, der „Stadt der tausend Fenster“. Die Altstadt hat uns gut gefallen und der steile Aufstieg zur Burg ebenfalls. Auch hier hatte uns die Reiseleiterin ausreichend Zeit für eine individuelle Tour gegeben, so dass ich alle Caches (darunter wieder einige Earthcaches) erfolgreich ablaufen konnte.

Für die nächsten zwei Tage hatten wir ein Hotel in Durres (Albanien) bezogen. Von dort aus unternahmen wir am fünften Tag eine Tagestour in die albanische Hauptstadt Tirana. Wir liefen wieder etliche Kilometer auf eigene Faust durch die Stadt und lernten sie so sehr intensiv kennen. Neben einigen Earthcaches besuchte ich auch einige andere Cachetypen. Mein persönliches Highlight war das Besteigen eines echten Panzers, da war es ganz schön eng drin.

Am sechsten Tag fuhren wir zunächst nach Kruja (Albanien) und dann weiter nach Budva (Montenegro), wo wir wieder ein Hotel für zwei Nächste bezogen. Die Verpflegung war dort die beste der gesamten Reise. Abends unternahmen wir noch auf eigene Faust einen längeren Spaziergang zur sehenswerten Altstadt von Budva.

Am siebten Tag stand ein optionaler Ausflug nach Kotor und Perast an. Insbesondere die Altstadt von Kotor hat uns besonders gut gefallen.

Am achten Tag ging es weiter nach Shkodra (Albanien), wo ich zunächst ohne Internetzugang blieb, da die Europa-eSim von Airola hier aus nicht nachvollziehbaren Gründen nicht funktionierte. Zum Glück war aber eh nur ein Bonus-Cache in meinem Fokus, den ich auch so finden konnte.

Anschließend fuhren wir weiter nach Kukes (Albanien), das etwas abseits vom Touristenstrom liegt, was man insbesondere an den hiesigen Preisen merkte. Abends unternahmen wir noch einen kleinen Spaziergang, der uns zu einem besonderen Lost Place führte.

Am neunten Tag stand zunächst eine Stippvisite im Kosovo mit Besichtigung eines Klosters an. Da ich unbedingt den einzigen in der Nähe befindlichen Geocache finden wollte, setzte ich mich etwas ab. Interessanterweise zählt der Kosovo auch für Groundspeak noch zu Serbien, obwohl der Kosovo seine Unabhängigkeit bereits vor vielen Jahren erklärt hatte. Es ist vielleicht analog zu Nordzypern zu sehen, das auch noch zu Zypern zählt, weil der Staat nicht als solches von allen anerkannt wird.

Am Nachmittag fuhren wir direkt weiter nach Skopje (Nordmazedonien), wo wir eine interessante Stadtführung bekamen und anschließend auch noch 2,5 h zur eigenen Verfügung erhielten. Auch hier lag mein Fokus bei Earthcaches, von denen es hier viele interessante gibt. Aber auch ansonsten ist die Architektur, Skulpturenvielfalt usw. sehr sehenswert, so dass man gut und gerne auch die doppelte Zeit hier verbringen könnte.

Am Abend übernachteten wir in Velec (Nordmazedonien). Am zehnten (vorletzten) Tag fuhren wir von dort zum Rila-Kloster in Bulgarien und von dort war es dann auch gar nicht mehr weit nach Sofia, von wo wir am nächsten Tag dann auch schon wieder heimwärts flogen.

Insgesamt war es ein toller Urlaub! Wir saßen zwar auch viel im Reisebus und haben insgesamt 2.600 km durchquert. Es gab aber auch tolle Stopps mit genügend Zeit für eigene Erkundungen und meist reichte die verfügbare Zeit auch für alle Geocaches, die auf meiner Wunschliste standen (Muss und Kann).

Zypern – oder Türkei?

Im Frühjahr 2026 habe ich mit RSD (die aber nicht zu empfehlen sind!) eine einwöchige Bus-Reise nach Nordzypern unternommen. Ähnlich wie zuvor in Ägypten ist man zwar innerhalb der Reisegruppe etwas limitiert und man weiß zudem nie, wer dann alles so dabei ist, aber man muss sich um nichts kümmern und wird stets zuverlässig von A nach B kutschiert. Los ging es in München mit einem Charterflieger, der aufgrund der politischen Lage in Antalya zwischenlandete und dort auftankte, bevor es direkt ohne Umsteigen auf den nördlichen Teil der Insel weiterging. Einen Direktflug gibt es nicht und alle Caches in Nordzypern zählen zu „Zypern“.

Auch wenn die Geocaches und der Länderpunkt mich hierher lockten, war ich doch auch sehr gespannt auf die diversen Sehenswürdigkeiten, das Inselleben und wie die türkischen und griechischen Bürger mit der Teilung umgingen. Am ersten Tag schauten wir uns zunächst das Kloster Barnabas bei Famagusta an, in dessen Nähe ich auch meinen ersten Zypern-Cache besuchen konnte. Obwohl man es vorher nicht so recht einschätzen kann, hatten die Reiseteilnehmer an den Haltepunkten immer viel Zeit für eigenständiges Herumlaufen bekommen, so dass ich im Großen und Ganzen meine angestrebten Geocaches weitgehend besuchen konnte. Trotzdem ist man natürlich auf die Haltepunkte angewiesen und der Bus macht keine Extrastopps oder fährt irgendwelche Schleifen. Nach dem Kloster Barnabas fuhren wir nach Salamis, das ein eisenzeitliches Stadtkönigreich war. Die antike Stadt wurde 1974 ausgegraben.

Schließlich schauten wir uns am ersten Tag auch noch Nikosia an. In der Hauptstadt spürt man am besten die Teilung, denn ähnlich wie seinerzeit in Berlin verläuft hier die heutige Grenze direkt durch die Stadt. Mit einem EU-Ausweis war es kein Problem, über die Grenze zu laufen, die insbesondere von neutralen UN-Soldaten bewacht wird. Ansonsten hat die Türkei in Nordzypern aber auch mehr als 30.000 eigene Soldaten stationiert, eine riesige Flagge an den Berghang befestigt und sehr viele Festland-Türken zu einem Umzug nach Nordzypern ermuntert. Aufgrund der politischen und strategischen Bedeutung von Zypern (u.a. Gas-Vorkommen) kann man sich eigentlich nicht vorstellen, dass die Türkei sich eines Tages wieder aus Nordzypern zurückziehen wird.

Am zweiten Tag fuhren wir auf die Karpaz-Halbinsel, die tolle Badebuchten hat und auch mehrere freilebende Wildesel beherbergt. Wir besuchten das Kloster Andreas, wo wir herzlich von Eseln und Obstverkäufern begrüßt wurden.

Am dritten Tag schauten wir uns Famagusta an. Die kleine Stadt hat viele schöne Bauten und eine tolle Innenstadt, wo man geruhsam flanieren kann. Zu unserer Überraschung regnete es heute sogar ein wenig. Wasser ist ansonsten Mangelware. Die meisten Häuser haben eine große Tonne auf dem Dach, wo sie Wasser sammeln und speichern (und von der Sonne erwärmen), da fließend Wasser nicht durchgängig zur Verfügung steht. In Famagusta besuchten wir auch einen Teppichhändler, was einen unangenehmen Teil dieser Reise darstellte. Der Reiseveranstalter RSD finanziert das komplette Flugzeug über obligatorische Verkaufsveranstaltungen bei einem Teppichhändler sowie einem Schmuck- und Lederverkauf, so dass die Reise auf den ersten Blick wirklich sehr günstig erscheint, aber man muss dann auch die Verkaufspraktiken aushalten können. Eine Mitreisende hat das beispielsweise nicht so gut geschafft und musste 2.800 € nachlegen – für Teppich, Lederjacke, -tasche sowie einen Tansanit-Schmuckstein, der auch als „sichere“ Geldanlage angepriesen wurde.

Am vierten Tag besuchten wir die gotische Klosterruine Bellapais, von der man einen tollen Blick auf die Nordküste hat, und die Hafenstadt Kyrenia, wo wir in der zweiten Reisehälfte untergebracht wurden.

Der fünfte und sechste Reisetag standen grundsätzlich zur freien Verfügung, aber natürlich wurden zu hohen Preisen optionale Zusatzpakete verkauft. Ich konnte auch hier standhaft bleiben und fuhr auf eigene Faust mit dem örtlichen Linienbus zur Alagadi-Bucht, die auch als „Turtle-Beach“ bekannt ist. Bei den Bussen muss man wissen, an welchen Straßen und zu welchen Zeiten diese fahren. Dann kann man sich grundsätzlich überall hinstellen und dem Bus zuwinken, damit er anhält. Das Ziel ist gut sichtbar in der Scheibe erkennbar. Bezahlt wird erst beim Aussteigen und Euro werden auch akzeptiert. Man muss allerdings damit rechnen, dass man als Tourist erkannt wird und dann der genannte Fahrpreis bereits ein gutes Trinkgeld enthält.

In der Alagadi Schildkröten Bucht konnte ich zwar keine lebende Schildkröte entdecken, dafür aber in einer (ebenfalls geschlossenen) Schildkrötenhilfsstation eine ausgestopfte. Außerdem gab es in der Nähe einige Geocaches und am zweiten Tag, an dem ich erneut hierher fuhr, bin ich auch noch baden gegangen.

Insgesamt war es schon ein sehr schöner Urlaub, der nicht viel gekostet hat. Da aus unserer Gruppe aber eine Person kurzfristig nicht mitreisen konnte, setzte RSD einen „Stornierungsprozess“ in Gang, der nicht nur das bereits bezahlte Reisegeld einbehielt, sondern eine saftige Stornierungsgebühr beinhaltete, der den eigentlichen Reisepreis um ein Mehrfaches überstieg und schließlich sogar eine Nachzahlung erforderte. Alleine deshalb würde ich von RSD dringend abraten und lieber eine Reise bei Netto, Aldi, Lidl usw. empfehlen, auch wenn diese ggf. von vorneherein etwas mehr kosten.

Auf dem Nil in Ägypten

Vom 5.1. bis 19.1.2026 haben wir ein Reisepaket von Berge & Meer (buchbar über Aldi-Reisen) in Anspruch genommen und sind ins Schönwetter-Paradies Ägypten gereist. Los ging es zunächst in der Millionen-Hauptstadt Kairo, dann gab es einen Inlandsflug nach Luxor und von dort auf dem Nil bis nach Assuan weiter. Schließlich tuckerte unser Schiff wieder zurück nach Luxor und ein Bus brachte uns ans Rote Meer, von wo wir nach ein paar Tagen Badeurlaub wieder nach Hause flogen.

In Kairo besuchten wir zunächst das (alte) Ägyptische Museum und die Zitadelle von Saladin. Schon am ersten Tag war auffällig, wie überfüllt und wuselig diese riesige Stadt ist. Auf den Straßen fahren alle Verkehrsteilnehmer kreuz und quer und hupen unaufhörlich. Und in den Wohngebieten sind die Armen strikt von den Reichen getrennt und wenn man denkt, schlimmer kann es nicht mehr werden, fährt man am (ebenfalls riesigen) Friedhof vorbei, wo die Ärmsten der Armen „wohnen“.

Geocaches gibt es in Ägypten eher selten und nur an wenigen Hotspots. Am Gängigsten sind Earthcaches, da diese vermutlich nicht so leicht wegkommen und man keine verdächtigen Boxen suchen muss. Die Angst vor weiteren Anschlägen und einem Rückgang der wichtigsten Einnahmequelle „Tourismus“ ist in Ägypten weiterhin sehr groß. Sogar im Reisebus begleitete uns die Polizei in Kairo und passte während unserer Ausstiege auf, dass alle wieder heil in den Bus einsteigen.

Am zweiten Tag in Kairo fuhren wir zunächst nach Gizeh zu den berühmten Pyramiden und der Sphinx und anschließend in das (neue) Grand Egyptian Museum, das erst vor kurzen eingeweiht wurde.

Die Pyramiden sind unfassbar groß (Fläche wie Höhe). Unvorstellbar, wie diese vor rund 4000 Jahren mit den damaligen Mitteln gebaut werden konnten. Interessant war zudem, dass sie eigentlich „verkleidet“ waren, also noch eine glatte Oberschicht erhalten haben, wie man es noch ein wenig an einer Spitze erkennen konnte. Leider wurde in der Vergangenheit viel Raubbau betrieben und nicht nur die Grabbeigaben geraubt, sondern oftmals auch die Bauteile für neue Bauwerke recycelt. Bei den berühmten Pyramiden von Gizeh waren die verwendeten Quader allerdings selbst für die Räuber zum Abtransport zu groß und aufwändig gewesen.

Das Grand Egyptian Museum beeindruckt insbesondere durch die imposante Architektur. Die Ausstellungen ergänzen das alte Museum, da bislang die meisten historischen Stücke in Kisten und Kellern vor sich hinschlummerten. Nun kann man z.B. im alten Museum noch eindrucksvolle Mumien besichtigen, während im neuen Museum ein besonderer Fokus auf Tutenchamun und seine Grabbeigaben liegt.

Am dritten Tag flogen wir nach Luxor, wo wir nach Abholung vom Flughafen zunächst den berühmten Tempel von Karnak besichtigten. Hier wurde u.a. ein Teil des James Bond Thrillers „Der Spion, der mich liebte“ gedreht. Der Karnak-Tempel beeindruckt aufgrund seiner Größe und Fülle an mächtigen Säulen. Außerdem wurde hier eine Liste von Pharaonen gefunden, die im Tal der Könige auf der anderen Seite des Nils (links = Totenseite) begraben sind. Interessanterweise enthält die Liste noch drei Namen, deren Gräber bis heute nicht gefunden werden konnten.

Das Tal der Könige war am nächsten Tag unser erstes Ziel. Mit der Eintrittskarte konnten wir in mehrere (natürlich leergeräumte) Grabstätten hinein gehen, in denen an den Wänden in vielen Hieroglyphen die Lebens- und Totengeschichten der Pharaonen aufgeschrieben waren.

Tutenchamun wurde auch im Tal der Könige begraben. Als König war er eigentlich eher unbedeutend, aber sein Grab blieb lange unentdeckt, da es unter einem anderen Grab angelegt wurde, und wurde daher ungeplündert vorgefunden.

Vom Tal der Könige ist es nicht weit zur Tempelanlage der Königin Hatschepsut. Grundsätzlich musste sich seinerzeit jeder Pharao selbst um sein Grab kümmern und dies rechtzeitig bauen lassen. So gab es eine Zeit, in der die Pyramiden das Maß aller Dinge waren (2620 bis 2500 v. Chr.). Hatschepsut regierte etwa von 1479 bis 1458 v. Chr. und ließ sich einen großen Totentempel direkt in die Felsen bauen. Der Bau dauerte ca. 15 Jahre und war sehr aufwändig, so dass sich nachfolgende Herrscher wohl lieber im Tal der Könige begraben ließen (ca. 1550 bis 1069 v. Chr).

Auf dem Weg zum Schiff hielten wir auch noch bei den Kolossen von Memnon, bevor es zurück auf das Schiff ging, das noch am selben Abend gen Süden ablegte.

Insgesamt war der vierte Tag sicherlich einer der eindrucksvollsten, obwohl Pyramiden, der Karnak-Tempel und die Westseite des Nils in Luxor mit dem Tal der Könige und dem Hatschepsut-Tempel auch nicht unbedingt leicht vergleichbar waren.

Ganz orientalisch

Vom 16. bis 24. Dezember 2023 nutzten wir ein Costa-Angebot für einen entspannten Besuch der Länder Vereinigte Arabische Emirate, Katar und Omar. Das schwimmende Hotel mit Vollpension war immer dabei und die Länder erkundeten wir auf eigene Faust.

Vereinigte Arabische Emirate: Dubai

Dubai Marina
Dubai Marina
Burj Khalifa

In Dubai verbrachten wir insgesamt die meiste Zeit. Nach dem Einchecken auf dem Schiff am ersten Abend hatten wir einen ganzen Tag zur freien Verfügung, wo nicht nur der erste Cache in diesem Land, sondern auch die ersten Eindrücke in Dubai Marina, wo das Schiff lag, und Downtown Dubai, wo insbesondere der Burj Khalifa beeindruckte, gesammelt wurden.

Dubai Marina
Museum of the Future

Das Museum of the Future betraten wir auch. Bei der Vorbeifahrt wirkte es so klein, aber die Eingangshalle war so riesig, dass sogar ein kleiner Zeppelin darin herum fliegen konnte.

Am Abend des ersten Tages waren wir wieder rechtzeitig an Bord, genossen unser Abendessen mit vier Gängen und schliefen bereits, bevor das Schiff ablegte.

Am Ende der Reise hatten wir einen weiteren Tag in Dubai zur Verfügung, den wir zum Besuch der Altstadt nutzten. Diese war zwar sehr touristisch und man wurde bei fast allen Geschäften direkt und sehr vehement angesprochen, aber insgesamt war es einen Besuch durchaus wert.

Vereinigte Arabische Emirate: Abu Dhabi

Am zweiten Tag legten wir in Abu Dhabi an. Hier konnten wir feststellen, dass im Gegensatz zu Dubai, das sich bzgl. Kleiderordnung, Weihnachten, Shopping usw. sehr gen Westen öffnet, in der Hauptstadt die Tradition noch sehr im Vordergrund steht. Besonders kam dies natürlich in der Scheich-Zayid-Moschee zum Vorschein, die wir besichtigten.

Während wir in Dubai die gut ausgebauten Öffentlichen Verkehrsmittel nutzten, mussten wir in Abu Dhabi Taxis nehmen, um vom Hafen zur Moschee und von dort wieder zurück an die Küste und zum Hafen zu kommen. Die Preise sind mit ca. 10 € / Fahrt allerdings vergleichsweise moderat gewesen.

Das erste Event während der Kreuzfahrt war geprägt von der Absage des einzigen Teilnehmers, der sich dort angekündigt hatte, und spontan schaute auch niemand mehr vorbei. Das Cachen machte in Abu Dhabi auch nicht unbedingt viel Spaß. In allen besuchten arabischen Ländern fühlt man sich ständig durch die vielen Kameras und Sicherheitsleute beobachtet.

Katar: Doha

Am nächsten Tag erreichten wir Doha in Katar. Hier hatte ich noch starke Erinnerungen an die Fußball-WM vor einem Jahr und das Stadion 974 begrüßte uns auch direkt bei der Einfahrt in den Hafen. Leider hatte ich mir irgendwo Corona eingefangen, aber das wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Außerdem musste der eine Tag in diesem Land natürlich für Besichtigung und Geocachen kompromisslos genutzt werden. Auch hier begleiteten uns die Überwachungskameras auf Schritt und Tritt, so dass ich nicht alle angepeilten Geocaches in der nötigen Ruhe absolvieren konnte (bzw. wollte), aber für das Pflichtprogramm mit zwei Tradis, einem Virtual, einem Mystery, einem Earthcache und ein paar Lab Caches reichte es allemal. Mein persönlicher Höhepunkt war dann das abendliche Event in Katara, zu dem zwei einheimische US-Amerikanerinnen (BintBattuta und AllyKitty2004) kamen, die schon viele Jahre mit großer Begeisterung in Doha leben. Bei einer persönlichen Führung durch das Katara Cultural Village wurde uns zu Ehren sogar ein ganz neuer Cache versteckt.

Oman: Maskat

Das dritte Land auf unserer Reise überraschte am Morgen des nächsten Tages mit einer bergigen Kulisse. Die beiden anderen Länder waren überwiegend flach gewesen, aber hier konnten wir bei unserer Wanderung sogar richtig Höhenmeter machen.

Audienz beim Papst

Am vergangenen Wochenende flog ich von Hahn für drei Tage in die ewige Stadt, um in Rom und Vatikanstadt viele schöne Caches zu besuchen und natürlich die historischen Bauten zu bewundern. Auch wenn einige Gebäude kaputt sind (z.B. Kollosseum), war es doch eher erstaunlich, wieviel aus der Römerzeit noch solide zu besichtigen ist. An das Gewusel muss man sich allerdings etwas gewöhnen, denn die vielen Touristen und auch die Römer scheinen es nicht besonders eilig zu haben.

Petersplatz

Nach Ankunft am Samstagabend suchte ich zunächst einmal das Hotel auf und freute mich, dass nach der erfolgreichen Suche des Transfer-Buses in die Innenstadt (Via Aurelia) auch das Einchecken problemlos klappte. Am nächsten Morgen ging es dann recht früh mit der Metro zur Vatikanstadt, wo ich Lab Caches, Mystery und Earthcaches absolvierte. Neben dem Petersplatz war der Deutsche Friedhof sehr beeindruckend.

Deutscher Friedhof in Vatikanstadt

Für besondere Stimmung sorgte der Rom-Marathon, der allerdings manchmal auch etwas hinderlich war, denn die Straßen konnten oftmals nicht mehr überquert werden, was zu kurzfristigen Anpassungen des geplanten Ablaufs führte.

Rom-Marathon

Trotzdem bekam ich bereits an diesem Sonntag einige Sehenswürdigkeiten der Stadt zu sehen und mit ein paar Umwegen gelangte ich auch zu den meisten Caches, die ich mir heute vorgenommen habe. Und der Rest sollte dann am morgigen Montag folgen, wo ich auch noch ein wenig Zeit hatte, bevor der Flieger wieder gen Heimat düste.

Tiber
Markt
Innenhof eines historischen Gebäudes
Pantheon
Rolltor
Touristenziel Nr.1: Trevi-Brunnen
Einer von vielen Obelisken
Spanische Treppe

Stippvisite in Andorra

Am ersten September-Wochenende bin ich mit Vielfresserchen und seinem Auto von Valencia nach Deutschland zurück gefahren. Ein besonderes Ziel – und natürlich ein Highlight – war der Abstecher nach Andorra, wo wir uns etwas Zeit für eine Besichtigung der Hauptstadt nahmen und natürlich auch versuchten, möglichst viele Cache-Typen zu besuchen. 

 

Mehr Infos finden sich hier.

Eine Woche Thassos

Zusammen mit CColli verbrachte ich im September 2021 eine Woche auf Thassos, der nördlichsten Insel Griechenlands in der Ägäis. Mit 385 qkm ist die Insel nicht allzu groß und mit dem Auto in wenigen Stunden einmal umrundet. Obwohl zu unserer Zeit bereits deutlich weniger Touristen als im Hochsommer auf der Insel waren, waren Luft- und Wassertemperatur mit über 20 Grad noch sehr angenehm und die vielen schönen Buchten mit klarem Wasser luden jeden Tag zum Baden ein.

Faszinierend waren auch die atemberaubende Geologie (der höchste Berg erhebt sich 1.200 m über den Meeresspiegel) mit vielen unterschiedlichen Bodenschätzen (u.a. Marmor!) und die antiken Ausgrabungsstätten (z.B. in der Hauptstadt Limenas).

Blick vom Ipsarion
Limenas

Natürlich waren wir auch an den ca. 40 Geocaches interessiert, die es insgesamt auf Thassos gibt, darunter 2 Multis und 3 Earthcaches im Süden der Insel. Bis auf zwei Caches, die etwas abgelegen waren, hatten wir alle besucht. Für alle Fälle hatten wir auch Ersatzdosen/-logbücher dabei gehabt. Beim eigens für ein Kennenlernen ausgerufenen Willkommen-Event nahm außer uns immerhin noch eine Urlauberin teil, die regelmäßig vor Ort ist und uns daher noch ein paar Tipps geben konnte.

Limenas
Apostoles Wasserfälle
Profiti Ilias Church
Lostplace „Summer Camp“ – leider ohne Cache

Neben Weintrauben waren auch Granatäpfel und Feigen reif, die oft wild wuchsen und daher eine leckere Zwischenmahlzeit darstellten.

Leckere Feigen

Auf der Rückfahrt zum Flughafen in Thessaloniki legten wir noch einen Abstecher an die Bulgarische bzw. Nordmazedonische Grenze ein, aber leider blieb uns ein Übertritt in beiden Fällen verwehrt. Da sind die nächsten Reiseziele wohl schon vorprogrammiert. Immerhin konnten wir uns so noch den Skra Wasserfall anschauen, bevor es am nächsten Tag wieder heimwärts ging.

Skra Wasserfall

Auf den Spuren der Panzerknacker

Nach einem morgendlichen CITO bei Idstein ging es für CColli und mich an diesem Wochenende gen Osten. Das auserkorene Ziel war Suhl in Thüringen, um einen spektakulären Kriminalfall aufzuklären. Offensichtlich waren die Panzerknacker mal wieder aktiv und haben Dagobert Duck ausgeraubt!

Den ersten Tag nutzten wir bei schönstem Cacherwetter für die Anreise und legten bei diversen Earthcaches, Letterboxen und sonstigen Highlights der Region einen Zwischenstopp ein. Etwas mehr Zeit verbrachten wir dabei in Neustadt an der Saale mit einer Radtour entlang der Salzwiesen und des Geopfades.

CColli und ClauSchi @ Steinbruch in Neustadt an der Saale

Am Abend nutzten wir nach dem Einchecken im Hotel die verbliebene Zeit bis zum Abendessen für eine weitere Radtour hoch auf den Suhler Domberg. Wäre uns bewusst gewesen, dass wir dort mehr als 200 Höhenmeter am steilen Hang zu überwinden hätten, hätten wir uns das wohl eher für den nächsten Tag nach dem reichhaltigen Frühstück aufgehoben.

Blick auf die Stadt Suhl
Aussichtsturm auf dem Suhler Domberg
CColli & ClauSchi am Suhler Domberg

Nachdem wir es aber geschafft hatten, freuten wir uns umso mehr auf das Abendessen und die Thüringer Spezialitäten. Anschließend hatten wir sogar wieder genügend Kraft für einen kleinen abendlichen Stadtrundgang durch Suhl inkl. 10 Labcaches.

Abendlicher Earthcache in Suhl

Den nächsten Tag starteten wir bei schönem Wetter zunächst mit weiteren Earthcaches und den Labcaches an der Sternwarte und der Suhler Schießanlage.

ClauSchi & CColli an der Suhler Sternwarte

Dann ging es endlich auf die Jagd nach den Panzerknackern. Diese Letterbox ist sicherlich eine der besten in ganz Deutschland und sehr zu empfehlen! Obwohl das Wetter zwischenzeitlich umschwang, erreichten wir erfolgreich das Finale und danach ging es auch schon wieder heimwärts zurück nach Hessen.

Finale der Panzerknacker-Letterbox

Danke an alle Owner für die rund 60 tollen Caches, die wir an diesem unvergesslichen Wochenende absolvierten! Besonderer Dank gilt natürlich dem TeamZensationell für die Panzerknacker-Letterbox, wo ein beträchtlicher Aufwand hinein geflossen ist!!

No Risk = No Fun !!!

Bei schönstem Cacher-Wetter stand heute der legendäre D5/T5-Cache „No Risk = No Fun !!!“ auf dem Programm, der seinem Namen wahrlich alle Ehre machte. Mit einer lustigen Truppe ging es erfolgreich in die oberste Etage. Zusammen mit OlePiper, der bei seiner zweiten Besteigung dieses sehenswerten LostPlaces die (schwierigere) Nordroute in Angriff nahm, und biotonne88, die sich teilweise wie ein Äffchen über die Kanten schwang, sowie LouisCifer, der seine Körperlänge ähnlich geschickt ausnutzte wie ich, ging es Stockwerk für Stockwerk nach oben und nach rund 2,5 Stunden standen wir auf dem Dach dieses imposanten Bauwerks (Höhe: 27 Meter) und genossen die tolle Aussicht!

Nach den obligatorischen Fotos und Videoaufnahmen, dem Logeintrag im Gipfelbuch und der (kleinen) Würdigung meines 16.000. Jubiläumsfundes, den es heute zu feiern gab, ging es wieder hinab in die Tiefe, wo wir die erfolgreiche Besteigung noch mit Kaffee und Marzipankuchen feierten.

Nachdem ich diesen Cache schon so viele Jahre beobachte und sehnsüchtig auf die passende Gelegenheit wartete, diese besondere Herausforderung mit einem erfahrenen Team angehen zu können, bin ich glücklich, dass es heute endlich den idealen Zeitpunkt gab. 

15.000ster Fund

Zusammen mit CColli und Vielfresserchen standen heute bei unserer Tour gleich mehrere Highlights an. Zentrales Ziel war das Mega-Event in Bonn, das im Zeichen von Beethoven anlässlich seines 250. Geburtstages stand. Dort sollte auch Signal the Frog zu Gast sein, das Maskottchen von Groundspeak. Geocaching feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen und hat dazu eine alte Cacheart aus der Versenkung geholt, den „Locationless“. Um diesen Cache loggen zu dürfen, musste nur ein gemeinsames Foto gemacht werden. Ich nutzte die Gelegenheit und plante die Tour so, dass dieser Locationless Cache zugleich mein 15.000ster Fund wurde!

Diesen einzigartigen Cache-Typ nutzten wir darüber hinaus, um möglichst viele Cachetype am heutigen Tag zu loggen. Nach einem morgendlichen Event an der Autobahn, einer Webcam im Wiehl, einer Angelrunde bei Siegburg, dem Mega-Event, Labcaches und am Ende sogar einem CITO kamen wir am Ende auf 13 Icons. Und das sogar recht stressfrei bei überschaubaren 450 Fahrkilometern.