Einmal rund durch den Balkan

Nach Ägypten im Januar (mit Berge & Meer: sehr empfehlenswert!) und Nordzypern im März (mit RSD Reisen: dringend abzuraten!) unternahmen wir im Mai unsere dritte Busrundreise in diesem Jahr. Diesmal ging es mit clevertours (gebucht über Penny) in den Balkan. Nach der Landung in Bulgarien ging es am nächsten Tag direkt nach Griechenland, dann nach Nordmazedonien, Albanien, Montenegro und schließlich über den Kosovo und Nordmazedonien wieder zurück nach Bulgarien.

Direkt nach der Landung in Sofia schauten wir uns bei einem gemütlichen Stadtrundgang die schöne Innenstadt an. Dabei fokussierte ich insbesondere auf Earthcaches, von denen es hier jede Menge zu diversen geologischen Themen gibt. Übernachtet wurde etwas außerhalb der Stadt, wo ich auch ein Event veranstaltete (zudem immerhin ein bulgarischer Geocacher kam).

Am zweiten Tag fuhren wir über die südliche Grenze nach Thessaloniki (Griechenland), wo wieder eine kleine Stadtbesichtigung anstand. In Thessaloniki war ich bereits einige Jahre zuvor, so dass ich das Geocachen hier recht entspannt angehen konnte. Es blieb sogar etwas Zeit für einen kleinen Kaffee mit eingelegten Feigen.

Am dritten Tag ging es bereits über die nächste und übernächste Grenze. Zunächst verbrachten wir ein paar Stunden in Ohrid (Nordmazedonien) am Ohridsee. Auch hier lud ich zu einem Event ein und hatte ein paar Geocaches im Programm.

Am Nachmittag fuhren wir dann auf die südliche Seite des Sees, die in Albanien liegt. Dort kam zum Event leider niemand, in Albanien gibt es wohl nicht so viele einheimische Geocacher. Dafür wurde den Reisenden zum Abendessen ein Tanzprogramm serviert, das von übermäßig lauter Musik begleitet wurde. Wir flüchteten daher, nachdem wir satt waren, und liefen noch ein wenig die Küste entlang.

Am vierten Tag blieben wir in Albanien. Höhepunkt war die Stadtbesichtigung von Berat, der „Stadt der tausend Fenster“. Die Altstadt hat uns gut gefallen und der steile Aufstieg zur Burg ebenfalls. Auch hier hatte uns die Reiseleiterin ausreichend Zeit für eine individuelle Tour gegeben, so dass ich alle Caches (darunter wieder einige Earthcaches) erfolgreich ablaufen konnte.

Für die nächsten zwei Tage hatten wir ein Hotel in Durres (Albanien) bezogen. Von dort aus unternahmen wir am fünften Tag eine Tagestour in die albanische Hauptstadt Tirana. Wir liefen wieder etliche Kilometer auf eigene Faust durch die Stadt und lernten sie so sehr intensiv kennen. Neben einigen Earthcaches besuchte ich auch einige andere Cachetypen. Mein persönliches Highlight war das Besteigen eines echten Panzers, da war es ganz schön eng drin.

Am sechsten Tag fuhren wir zunächst nach Kruja (Albanien) und dann weiter nach Budva (Montenegro), wo wir wieder ein Hotel für zwei Nächste bezogen. Die Verpflegung war dort die beste der gesamten Reise. Abends unternahmen wir noch auf eigene Faust einen längeren Spaziergang zur sehenswerten Altstadt von Budva.

Am siebten Tag stand ein optionaler Ausflug nach Kotor und Perast an. Insbesondere die Altstadt von Kotor hat uns besonders gut gefallen.

Am achten Tag ging es weiter nach Shkodra (Albanien), wo ich zunächst ohne Internetzugang blieb, da die Europa-eSim von Airola hier aus nicht nachvollziehbaren Gründen nicht funktionierte. Zum Glück war aber eh nur ein Bonus-Cache in meinem Fokus, den ich auch so finden konnte.

Anschließend fuhren wir weiter nach Kukes (Albanien), das etwas abseits vom Touristenstrom liegt, was man insbesondere an den hiesigen Preisen merkte. Abends unternahmen wir noch einen kleinen Spaziergang, der uns zu einem besonderen Lost Place führte.

Am neunten Tag stand zunächst eine Stippvisite im Kosovo mit Besichtigung eines Klosters an. Da ich unbedingt den einzigen in der Nähe befindlichen Geocache finden wollte, setzte ich mich etwas ab. Interessanterweise zählt der Kosovo auch für Groundspeak noch zu Serbien, obwohl der Kosovo seine Unabhängigkeit bereits vor vielen Jahren erklärt hatte. Es ist vielleicht analog zu Nordzypern zu sehen, das auch noch zu Zypern zählt, weil der Staat nicht als solches von allen anerkannt wird.

Am Nachmittag fuhren wir direkt weiter nach Skopje (Nordmazedonien), wo wir eine interessante Stadtführung bekamen und anschließend auch noch 2,5 h zur eigenen Verfügung erhielten. Auch hier lag mein Fokus bei Earthcaches, von denen es hier viele interessante gibt. Aber auch ansonsten ist die Architektur, Skulpturenvielfalt usw. sehr sehenswert, so dass man gut und gerne auch die doppelte Zeit hier verbringen könnte.

Am Abend übernachteten wir in Velec (Nordmazedonien). Am zehnten (vorletzten) Tag fuhren wir von dort zum Rila-Kloster in Bulgarien und von dort war es dann auch gar nicht mehr weit nach Sofia, von wo wir am nächsten Tag dann auch schon wieder heimwärts flogen.

Insgesamt war es ein toller Urlaub! Wir saßen zwar auch viel im Reisebus und haben insgesamt 2.600 km durchquert. Es gab aber auch tolle Stopps mit genügend Zeit für eigene Erkundungen und meist reichte die verfügbare Zeit auch für alle Geocaches, die auf meiner Wunschliste standen (Muss und Kann).